Chinas Vorstellungen von nationaler Souveränität sowie wachsender ökonomischer und technologischer Unabhängigkeit scheinen immer weniger vereinbar mit den menschrechtlichen und marktwirtschaftlichen Grundsätzen der Europäischen Union.

Nationale chinesische Programme wie „Made in China 2025“ und „Chinesische Standards 2035“ zeigen deutlich, dass China sich aus der globalen Vernetzung herauszieht und auf nationale Stärke besinnt. Die Abhängigkeiten vom exportierenden Ausland sollen beendet werden. Autarkie und Dominanz sind die neuen Zielvorgaben.

Vor dem Hintergrund einer neuen politischen und ideologischen Härte in China, neue Säuberungswellen sowie die Unterdrückung der Uiguren in Xinjiang und das Nationale Sicherheitsgesetz Hongkong sprechen hier eine klare Sprache, entwickelt sich für die Europäische Union nun insgesamt eine Problemstellung, die nicht einfach zu lösen sein wird.

Klassische Verhandlungslösungen scheinen auch bei der aktuellen Debatte zum Investitionsabkommen in weiter Ferne. Zwar tritt die EU seit dem Beginn der Corona Krise auf dem internationalen Parkett entschlossener gegenüber China auf, aber selbst die Maßnahmen der EU als Reaktion auf die Hongkong Politik Chinas werden gemeinhin als zu lasch wahrgenommen.

Wie das Verhältnis zu China aussehen kann und ob wir Europäer nicht vielleicht mit einem gänzlichen falschen Bild von China arbeiten sollen nur zwei beispielhafte Fragen sein, die wir vor dem gerade skizzierten Szenario am 01.10.2020 gemeinsam mit Ihnen als Teilnehmende sehr gerne diskutieren wollen.

Als Expertinnen und Experten werden uns Didi Kirsten Tatlow, Senior Fellow Asien Programm der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. und Senior Fellow beim Projekt Sinopsis in Prag, Journalistin, Buchautorin und Korrespondentin der South China Morning Post in Peking von 2003 – 2017, ab 2010 Korrespondentin der New York Times in Peking, Felix Lee, Sozialwissenschaftler, Journalist, Buchautor und China Korrespondent der TAZ und weiterer deutschsprachigen Tageszeitungen in Peking von 2012 – 2019 und Nis Grünberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mercator Institute for China Studies in Berlin, Forschungsschwerpunkte sind Staatsführung und Ideologie, sowie Integration von Staat und Partei unter Xi Jinping, durch den Abend begleiten. Moderiert wird die Veranstaltung von Christian Höfer, Studienleiter der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen.

Startzeit der Veranstaltung ist 18.15 Uhr, das geplante Ende gegen 19.45 Uhr.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Online-Veranstaltung via Alfaview nicht nur kostenlos teilzunehmen, sondern sich auch an den Diskussionen zu beteiligen. Anmeldung bis zum Tag der Veranstaltung unter:

breuer@eanrw.eu 

Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Die Veranstaltung „Europa und China“ ist der zweite Teil der Onlinereihe „Europa und…“ der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen e.V. Die weiteren Termine und Themen sind „Europa und Migration“ (15.10.2020), „Europa und Klima“ (05.11.2020), „Europa und die USA“ (19.11.2020), „Europa und Rechtspopulismus“ (03.12.2020), „Europa und die deutsche Ratspräsidentschaft“ (17.12.2020) sowie „Europa und seine Zukunft“ (14.01.2021).

 

Weitere Informationen zur neuen Online-Veranstaltungsreihe "EUROPA und..." finden Sie im Veranstaltungsflyer.

EuropaUndHomepage




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